Sturm und Drang


Sturm und Drang

 

Von einem Bein aufs andre hüpfend

Von undichtem Drang befallen,

In romantische Beklemmung schlüpfend

Hört er es aus der Türe hallen,

 

Das Urteil des Abgesonderten,

Des Kritikentlehrers,

Der all der lyrischen Speisen voll

Des Magen Unbehagen Groll

Dem jungen Stürmer,

Der, wie konnte er es wagen?

Zum Erleichtern

Sich an seine Schwelle drängt

Und ihn mit weiterer Speis’ bedenkt,

So der Lehrer

Das Urteil „Es ist besetzt“ verhängt,

Zu viele derer hätten sich schon

Vor diesem Klo gedrängt!

 

Nun stürmt und drängt der Dichter

An des Dranges Hängen

Fort von Kritik

Und dem fremden Beengen,

Den belesenen Richtern

Hin zur alten Rubrik,

Die so unbeackert brache lag,

Ohne Ernte, ohne Frucht

Ohne Leben, der Sinne Sucht

Bis zum heutigen Tag.

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