Ohn- Nachts- ICE


Ohn- Nachts- ICE

 

Durch fensterne Glaskanäle

zähle ich

sich selbst zeichnendes Warten,

wähle Dich

Licht-

Tunnel entweichendes Raten

der Bilder, Streben und Stähle,

 

Mich haltend

in Gebäudemalen,

an Spiegel

sich  faltend,

 

Letzter Lebenszüge

ratternder Sitzplatzzahlen,

in heller Elektrik,

des Tagscheins Lüge

ermattender Einschlafqualen,

 

Mich nun leise,

Stege, Gleise

mir ziehend,

auf dich, Reise,

Wege weisend,

dir fliehend

 

Schienenweit und –fern,

wie Lichterschienen

weit und fern.

 

Meine Füße glitten auf

Schienen breit,

verzerren

dich, schreitend Lebenslauf

 

Unklar

zu entglittenem,

entgleistem Landschaftstreiben,

zu unscharf gelittenem

Augenblickweitem Leiden

 

Mir ins Auge fällt,

so wie ich sie ziehen seh’,

linstaube, fliegende Welt

schlaflos umnachteter Ohnmacht,

ewig tagender

blendender Wacht,

ohne Nacht im ICE.

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