Einsame Feder


Einsame Feder


Tintenlose Federspitze

schneidet Papier in unfassbare Leere,

schreibt mit jedem salz’gen Schlitze

mich in Tränenverse, schweigende Schwere.


In letztem Schwunge zu lesen,

was sie einst schwärmend über die Seiten trug,

die Brust, in der sie gewesen,

aus pochendem Herz sie in Lüfte hob.


Nur ihr in liebendem Wissen,

schrieb sie noch in ihrem ruppigen Tod,

der sie achtlos fortgerissen,

wie gern sie einst mit ihr durchs Leben flog.

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