Lebensbaum


Lebensbaum


So erster, warmer Sonnenstrahl auf knospenden Blättern,

Noch mutig Halme streckt in eine so ungewisse Welt,

Bestaunend die bescheint, die sachte himmelwärts klettern,

Noch jungem Grünen, unbeholf‘nem Ranken entgegen fällt,


Alsbald in rauen Sturmes tobend wehendem Wettern

Halbstarkes, dünnes, biegsames Holz trotzend hält,

Nur hin zu eh‘nem Stamm, den beiden geritzten Lettern,

Verästelnd sich erprobend in tausend Arme wellt,


von erster Blüte bis zum ersten früchtendem Tragen,

sich Ring um Ring bewährend in umkreisenden Jahren,

auf dass in alten tierbewohnten, morscheren Tagen

nur weise Wurzeln Wasserquellen schürfen aus Wahrem.


Jedoch die Axt erschlug mit einem Hieb des Jungen Traum

Und trennte jede Ader, riss das Wachsen aus dem Baum.

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