Der stampfende Alte


Der stampfende Alte,


betrat den verschneiten Bahnhofssteg,

am Gleis zu suchen seinen Weg.

Doch nicht wartend, wie es alte Sitte war,

hüpfte er unter seiner Schritte Schar

von Hügel zu gar allen Hügeln

aus noch unberührtem Schnee,

sie stampfend, spaßig glatt zu bügeln,

so seine kindliche Idee.


Ein Kind da stand so naseweis,

so traurig frühe schon ein Greis,

und sah des Alten freudig Spiel im Eis.

Es schüttelte entrüstet seinen Schopf:

Verrückt, dieser tattrige Tropf!

Hat bloß Flausen in seinem Kopf!“


Ich dachte mir:

Da sannen so viele schon vergebens

über Büchern und rauchenden Kesseln,

zu Wasser, Tal und hohem Land

über Sinn und Zweck des Irdenlebens!

Doch als dieser Olle ihn nun wieder fand,

fühlte auch ich mich endlich frei…

frei…von allen Fesseln.

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