Ich bin der Weg


Da zeigten Sie sich nun endlich vor mir –

formlose, ungeborene Sterne

in geschwätziger Nacht,

sie, die das Formen mich meinten zu lehren,

mir zu sagen, auf welchem Schicksal

sie mich schmieden, das sie erdacht,

sich mit Eisen und Gehämmer zu beschweren,

als sei mein Jahr noch nicht geboren

und nur ihr Wort die Stimme in göttlichen Ohren

und ich? Für sie irdische Augen, die Hülle, die sie verloren.

Büffel oder Tiger,

Herde oder König,

beständig, gemeinsam

oder herrschend allein.

Es gab nie ein Oder.

Ich war das Und

und Sterne waren nicht ich,

die mir Form und Sein geboten,

sondern ich bin es, der meinen Lauf bewegt.

Als sie riefen „Werde zu uns!“,

so rief ich ihnen:

„Leuchtet mir, doch gebietet nicht!

Ich habe meine Wahl

schon vor euch getroffen.

Eure Angst ist die meine,

doch ich bin hier auf Erden!

Mein Mut ist nicht Euer,

ist nur mein Geborenwerden,

auf das ihr schaut.

Ich bin es aus Fleisch und Haut,

der entschieden

Liebe und Mut vertraut.

Ich bin der Anfang

und mir ist mein Wort,

ich bin hier und lebe,

ihr Sterne seid nur ein Dort.“

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