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Kategorie: Essay & Prosa

Aus dem Leben, dem Alltag…. Soziales, Politisches und Philosophisches, allerdings auch Selbstreflexives – und das mit den Jahren immer- werden zu den Schreib-und Lese-Foki dieser Texte…

Bücherwurm-Familie Akademian


Zuhause bei Bücherwurm-Familie Akademian (Alltägliche Reduktions- und Abstraktionsprobleme) Babybücherwurm German Akademian und seine vielen, vielen Geschwister schrien mal wieder beim Mittagessen. Ihre piepsigen Stimmen zischten durch das Holz der großen, alten Bibliothek Alexandrias. Alexandria Akademian, so hieß Mama Bücherwurm. Immer lauter wurde das hochfrequente Geschrei ihrer Kinder, denn jedes Kind hatte einst sein eigenes Schubladenfach gehabt und sie alle wollten nun die Bücher ihrer eigenen Schublade serviert bekommen. „Ich will MEI-NE Schublade! ICH will aber, ich WILL aber!“ „Und ich meine!“ „Die von Franzine is‘ doof! Die Bücher da verstopfen… Read more Bücherwurm-Familie Akademian

Unentdeckte Wesenheiten – Mampfrofolos


Unentdeckte Wesenheiten Mampfrofolos … das Urvieh des Appetits Einst, als Berge und Täler, als ganze Kontinente noch den Wesenheiten gehörten, so dass ein jeder sie sehen konnte, da lebte eins der urtümlichsten und eigenartigsten Wesen auf dieser Erde. Es war riesig groß und behäbig wie ein Walross. Um seinen Bauch, so groß wie ein ganzer Hügel, rankte sich ein Fell aus Blumen, Wiesen und Feldern. Auf seinem Rücken war es mit Obstbäumen bewachsen. Es hatte einen mondförmigen Kopf mit einem sehr großen Maul, so groß wie eine ganze Urbärenhöhle. Seine… Read more Unentdeckte Wesenheiten – Mampfrofolos

Gedachte Linien


Gedachte Linien Da betrat ich nun also jenen kleinen, engstirnigen Raum, dessen sperrige Hintertür, die wie eh und je an die Grenze meiner Vorstellungskraft gelehnt und gezimmert, geräuschvoll meine kopfseitige Architektur in Schwingung versetzend, ausgerechnet heute dermaßen bekloppt und behämmert wurde, dass mir nichts mehr anderes übrig blieb, als sie zu öffnen. „WER MACHT DA SO’N KRACH?“, raunte ich übellaunig über die gedachte Linie, die kaum einen Fuß breit die Schwelle zu jener Tür überragte und die bis dato meinen geistigen Horizont dargestellt hatte. Niemand war zu sehen, nein, nichts… Read more Gedachte Linien

Kinodonnerstag


Kinodonnerstag Es war an einem Kinodonnerstag, da traf ich es oder sollte ich „sie“ sagen? Etwas ernüchtert, zwar gut unterhalten und innerlich irgendwie rund wie ein Kieselstein, aber auch zornig wegen des schönen Films, der nach allen Irrungen und Wirrungen seiner Handlung mal wieder wie so viele seiner Artgenossen gut geendet hatte, stapfte ich in den Schnee. Sie ist kalt, dachte ich mir, die Realität dort draußen, außerhalb der bewegten Bilder, der erfundenen Geschichten. Ich wollte es nicht wahr haben. Ich fühlte mich einsam. Da kam mir eine sehr abgemagert… Read more Kinodonnerstag

Der Mut


Der Mut Nicht zu fassen schwimmt er nun wie Fetttropfen auf der nassen Haut des stillen Gedankensees, der unter seinem flachen Spiegel nüchtern in sich ruhenden Denkens die Quelle der Gefühle barg, der uns verschlungen hatte. Wie Atemperlen mich verlassend, um nach oben zu treiben, an die so ferne, beredsame, sonnenglänzende, so beschienene und durchdachte Oberfläche, war er seinem sprudelnden Ursprung entronnen. Während die Tiefe allen Fühlens mich immer weiter verschlang, trieb er weiter, fort von allem, was mir einst von Bedeutung war. Die Tiefe, vom Mut nunmehr ungeliebt, sah… Read more Der Mut

Fragen an


Fragen an Dr. Hund „Was ist der Sinn des Lebens?“ „Leckerchen! Gib, gib, gib! Ich geb auch Pfötchen! Njam! Noch eins!“ „Was ist denn nun der Sinn des Lebens, Herr Hund?“ „Spielen, Spielen! Komm, wirf schon den Ball! Hui! Da bin ich wieder! Wirf nochmal!“ „Kannst du mir jetzt bitte sagen, was es mit dem Sinn des Lebens auf sich hat?“ „Schmusen, Schmusen! Komm kraul mir den Bauch! Hihi! Schlabber!“ „Aber jetzt! Sag schon!“ „Bei dir einschlafen. Schön, dass du da bist!“ Fragen an Dr. Katze „Was ist der Sinn… Read more Fragen an