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Kategorie: Gedichte

Poesie querbeet durch Autobiographie, Beobachtungen, Humor, Ironie, Irrsinn, Nonsense, Kultur, Gesellschaft, Politik, Liebe, Erotik, Kunst und Philosophie bis hin zur 42. Gedichte umfassen alles Seiende, jedes Gefühl, jeden Gedanken und das Geistige „Dazwischen“…

Der Königin ängstliche Berater


Es war einmal eine wunderschöne Königin, deren Berater sie immer wieder vor Kriegen, Räubern und Plünderern warnten. Denn mühsam hatten sie die Geschichte ihres Landes und all die Verheerungen vergangener Zeiten studiert. Noch der Königin Vater war einst im Krieg ums Leben gekommen und die Wunden der Ahnen riefen aus den Büchern und Erinnerungen zu ihnen. Also drängten die Berater die Königin dazu, immer größere Burgen und Wälle zu bauen, sie mit immer mehr Kriegern und Wächtern auszustatten. Der Schutz der Königin war ihr oberstes Ziel. All diese Maßnahmen kosteten… Read more Der Königin ängstliche Berater

Neues vom Animal Planet – Gedanken einer Ameise


Tannenschwere Stängel-Stämme aus Nadel, Laub und Gras ich stemme… Tag ein, Tag aus trage und bau‘ ich zu einem Haus die Idee von einem Hier, wo geflissentlich ich lebe, wohnend im Wir. Astweite, zahllose Wege durchkämmen meinen Lauf, wo Halme wie Stege sich türmen zu einem Hauf‘. Bin ich so klein oder ist die Welt so unendlich groß? Was ich auch trage, wird größer sein, als ich es bin – eine Ameise bloß, wird mehr als nur mein, lässt Tausender Mühen werden zu ihrem Heim.

Ich bin der Weg


Da zeigten Sie sich nun endlich vor mir – formlose, ungeborene Sterne in geschwätziger Nacht, sie, die das Formen mich meinten zu lehren, mir zu sagen, auf welchem Schicksal sie mich schmieden, das sie erdacht, sich mit Eisen und Gehämmer zu beschweren, als sei mein Jahr noch nicht geboren und nur ihr Wort die Stimme in göttlichen Ohren und ich? Für sie irdische Augen, die Hülle, die sie verloren. Büffel oder Tiger, Herde oder König, beständig, gemeinsam oder herrschend allein. Es gab nie ein Oder. Ich war das Und und… Read more Ich bin der Weg

Bedingungslos


Und als wieder die Zeit kam zu gehen, als meine Seele blieb ein weiteres Mal von der deinen nicht erkannt, ungesehen, da traf ich meine ureigenste Wahl:   Zu lieben ganz, wie meine Seele, Dass nicht ein Teil ihr weiter fehle, Sehend zu lieben, alles was ist, wird sein und war, Gehend zu lieben, wo du auch bist, immerda, Ohne Gründe, der Gedanken eingezogenen Wände, zu lieben bedingungslos, ewig, ohn‘ Ende.   Es segne zum Abschied Dich mein ganzes Atmen, jede Träne inniglich!   Möge liebendes Sehen dich zart umwehen,… Read more Bedingungslos

Weniger Liebe? – nicht verhandelbar


Auf den Kopf sich stellend, Auf allen Vieren kläffend, Zähne, zorn-zerbellend, Meine Schwächen äffend zerschneiden ihre Grimassen Spiegelglas in Spuren aus Schmerz und Verlassen, bauen mir Skulpturen, die mich necken, mich hassen lassen – sollen, ins Nichtwollen drücken, ziehen, bieten um jeden Preis feixend Freiheit fälschend Fesseln feil: Schwören auf die Altbekannten – Ecken und Kanten im Kreis, auf Unwohl und nie mehr heil, werden dennoch geliebt, und meiner Liebe… ewiglich zuteil. Was auch ist und sei, was auch gewesen war: Meine Liebe bleibt bleibt ewig frei bleibt unverhandelbar.