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Kategorie: Gedichte

Poesie querbeet durch Autobiographie, Beobachtungen, Humor, Ironie, Irrsinn, Nonsense, Kultur, Gesellschaft, Politik, Liebe, Erotik, Kunst und Philosophie bis hin zur 42. Gedichte umfassen alles Seiende, jedes Gefühl, jeden Gedanken und das Geistige „Dazwischen“…

Das Flämmchen


Es war einmal ein Flämmelein Das war ganz winzig Und so klitzeklein! Es züngelte ganz traurig So vor sich hin: „Ach was für ein kleines Flämmlein Ich doch bin!“   Die Feuersbrünste nach ihm riefen: „Seht da, das Flämmchen! So zahm wie ein Lämmchen, Wärmt nicht mal Die eigenen Händchen!“   Da knisterte es ganz beschämt: „Die Großen sind so stark, Kein Mensch sie je gezähmt! Jedoch ich keinen zu töten vermag!“   Da kam ein Raucher herüber, Nahm das Flämmelein ganz sacht Und die Zigarette raffte ihn danieder, Das… Read more Das Flämmchen

Neues vom Animal Planet, „Placebo Domingo“


„Placebo Domingo“ Ein Flamingo Namens Placebo Hielt sich für Domingo, Einen begabten Tenor, Sang in seinem Tümpel, Jedem Frosch etwas vor! Mit einem Bein Stieß er auf das Tor, Stieg und stakte ganz allein Zu den Sternen empor! Sein Gesang Von Magenta Klang Zog alle Frösche schwer In Placebos Bann! Kein Quaken mehr, Mahlzeit, guter Fang!

Der ewige Kandidat


Da dachte ich mich schon verloren Zwischen Zweck und Opportunem! Doch bin ich noch, wie es mir gefällt: Bei allen toten Dichtern Schreie ich mein barbarisches Johoo Über die Dächer dieser Welt! (Erinnerung an Walt Whitman)    

Im Gräbergarten


Oh Gräbergärtner, Schreite, Schreite ein! Legen Sie doch Tränen, Zu meinem Gebein!   Da, wo einst mein Leben war, Blühen nun Rosen fein, Zählen Jahr für Jahr Die Erinnernden mein!   Oh Gräbergärtner, Schreite, Schreite ein! In mein Grabe drehe Ich mich hinein!   Sie stellen Fragen, Wie es mir ginge Nach all meinen Tagen Lebendiger Pein.   Oh Gräbergärtner, Schreite, Schreite drein! Lass sie gewähren, Die hängen an Sinn und Sein!   Hielte das Glück Nur einen Augenblick, Wäre alles Sein erhellt, Ein kurzer Schein in der Welt,  … Read more Im Gräbergarten

Zu Enzensbergers Scheisse


Der Dichter den Gestank vergisst, Mit dem man die Übeltat bemisst! Ausgehend von der Hinterlassenschaft Ist der Untaten Resultat Von ähnlich olfaktorischer Kraft! Wenn die Wirtschaft ihre Geschäfte macht, So es gar oft ganz unten kracht! In den sozialen Gulli sich entledigt Des Politikers ausgedünstete Versprechen, Sowie der Banker und sein Verbrechen. Wenn eine Situation zum Himmel stinkt, Der Vergleich mit Scheisse doch logisch klingt! So das Bild doch passend scheint, Wenn man den Geruch von Scheisse Mit Wirtschaft und Politik vereint! Wenn ein Dichter so angetan Verdächtig in der… Read more Zu Enzensbergers Scheisse