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Kategorie: Gedichte

Poesie querbeet durch Autobiographie, Beobachtungen, Humor, Ironie, Irrsinn, Nonsense, Kultur, Gesellschaft, Politik, Liebe, Erotik, Kunst und Philosophie bis hin zur 42. Gedichte umfassen alles Seiende, jedes Gefühl, jeden Gedanken und das Geistige „Dazwischen“…

Sonnenregen


Sonnenhalme Sonnenregen Ihr Weber, grünen Erbauer all dem, was ich umarmen, was ich küssen möchte, hebt sanft euer Haupt mir entgegen! Ihr Seher, lebendig Schauer dem Sehn, das ich euch im Lichtkleid zum Auge sandte, um euch mit meines Herzens Tränen zu beleben. Ihr Reger, mir Vertraute unendlich schön, könnte ich in eurem irdenen Lande und könntet ihr mit mir im Himmel schweben! Aus gelben Wolken, Sonnfließen möchte ich Liebe, ein Lächeln in jedes eurer Herzen… gießen. Werbeanzeigen

Stille Birke – Sonnensegen


Stille Birke Flüsternder Schatten Lichtstrahlzweige streicheln mich mit Blättersträhnen, ummanteln dich, wehend weiße Seelenhaut, säumen meine Wurzelzehen, die ich zu dir, stille Himmelsbraut, in einem Wunsch innig neige, deiner Schönheit tanzenden Feen meine quellenden freudegrünen Tränen an dich traue, mein Herz dir zeige. Mit von deinen still blickenden Lidern geflochtenem Blumenkranz umarmst du mich meine Göttin, deinen Geliebten, deine Sonne ganz!

Ich erschaffe mich selbst


Ich erschaffe mich selbst „Mein Leben ist ein Tempel, hier feiere und ehre ich mein Glück. Mein Körper ist mein Tempel, denn er lebt und gehört mir allein. Mein Atmen ist mein Tempel, es hält ihn warm und hält ihn rein. Meine Seele ist mein Tempel, hier kreiere ich mit jedem Blick. Mein Fühlen ist mein Tempel, klopf an und schau herein! Hier bin ich …Hohepriester und meiner Sterne Deuter allein. Achtest du meinen Spruch, so sei willkommen und tritt ein!“ Mein Druide, Ich

Der fließende Garten


Der fließende Garten Dem unendlichen Strom flüssig warmer Erdenluft anheim schwimme ich wie ein Wels auf dem kristallklaren Grund des plätschernden Frühlings. Kieselblumen himmlisch duftend zwischen blühendem Fels sich munter blubbernd recken aus dem grünem Meer zur blauen Sonne, deren Wellenstrahlarme den Himmel bedecken. Als läge ich in korallengras-buntem Blütenfang fliegt über mir ein Tagtraumschwarm, der Schmetterlinge Flossenschlag meines Herzens strömenden Blick entlang.   Wo jeder Gedanke Wolkenschilf um Märchen zieht, ein Federsamen in zarter Hand wehenden Sinnen flieht uralte Bäume zu pflanzen, in dir, der Göttin Irdenland, dort …liege… Read more Der fließende Garten

Schwere- lose Kost


Schwere-lose Kost Gedankenhungrig kauten meinen Augen alt erdachtes Brot. Auch Wolken, Sterne grübelten noch rangen selbst dem Regenbogen Geschmäcker ab. Der alten Gefühle satt, im Bauch so schwer, sah ich nur in des Himmels schwarz- und blau- verlorenem Meer jenes Salzkorn Hoffnung, das mir einen Tropfen lang trauernd schön, mit Zuversicht von der Wange rann. Sauersalzig- bittersüß verging mein Blick auf meiner Wimpern Lippen… Umami träumend nuckelten sie am Horizont.

Der stampfende Alte


Der stampfende Alte, betrat den verschneiten Bahnhofssteg, am Gleis zu suchen seinen Weg. Doch nicht wartend, wie es alte Sitte war, hüpfte er unter seiner Schritte Schar von Hügel zu gar allen Hügeln aus noch unberührtem Schnee, sie stampfend, spaßig glatt zu bügeln, so seine kindliche Idee. Ein Kind da stand so naseweis, so traurig frühe schon ein Greis, und sah des Alten freudig Spiel im Eis. Es schüttelte entrüstet seinen Schopf: „Verrückt, dieser tattrige Tropf! Hat bloß Flausen in seinem Kopf!“ Ich dachte mir: Da sannen so viele schon… Read more Der stampfende Alte

Im Café


Im Café, da bin ich nicht mehr ein Zeuge oder Voyeur als meine Sinne sich über die Tischkante zu strecken wagen. So sah ich sie ihr Ohrläppchen kneten, mit gestütztem Kinn – verloren lächelndem Blick – voll erotischer Wonne zu den Worten, Gesten ihres muntren Gegenübers hin zu schmelzen, versinken. Ihre Pupillen tanzten Walzer, seine Augen zärtlich in ihren Wimpern haltend. Ihre Wangen trugen Rot, wiegend in seiner Verse Takt… den Kopf innig warm zu seinem Antlitz geneigt. So wie ihre Welt bilderrauschend zu meinem Tisch geweht, so entrückt mein… Read more Im Café

Birkenherz


Ursprünglich veröffentlicht auf Winged Words:
Birkenherz Sanft fallen krähenfußendend wiegende Birkenhaardüfte hörbar nach Frühling schmeckend lichtern, noch winternasenkühl auf mein Gesicht, Tragen noch Nebelkragen, winzig nackter Knospenhälse Schal gewebt aus Mutterschoß‘ grünem Moos und tauend, wärmenden Sonnenstrahl. Mit jeder Fingerkuppenrille, meine Hand an deine Rindenbrust gelegt, spüre ich in atmender Stille, wie dein Herz erwacht, sich leise wieder regt.