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Kategorie: Über Liebe und Sehnsucht

Nun zu einem Thema, das sich mitten ins klassische Kernfeld der Poesie begibt, nämlich der Liebe, der Sehnsucht, der Schwärmerei und natürlich auch dem Kummer, genauso wie dem Schmerz und dem Hass. Nirgends war -und hier oute ich mich ganz autobiografisch- die Spannung so groß wie im Verhältnis zwischen Mann und Frau und selten findet ein Dichter in einem Bereich so viel Platz für echte Gefühle, für Übertreibung, für Lug und Trug, für Träumereien und Leidenschaft, für Erotik, für Ironie, Sarkasmus und Humor. Es ist erstaunlich, wie nahe sich all diese Dinge gerade in der Liebe lagen. Ich will nicht behaupten, dieses Geflecht zu akuten Zeiten entwirrt zu haben und so sehe ich die folgenden Werke als meine ganz persönlichen Lehrstunden und –Jahre. Es waren verzweifelte bis euphorisierte Versuche, Herr der Lage zu werden.

Später schaute ich darauf, um festzustellen, dass ich die ganze Zeit nur ein Herr in einer misslichen bis glücklichen Lage war. Am Ende bleibt eines bestehen: Liebe. Sie ist geblieben. Immer. Diese Erkenntnis sollte meine Gedichte nachhaltig verändern…

Alles andere bleibt außerhalb von allem Autobiographischen und ist in aufmerksamer Beobachtung meines Umfeldes entstanden.

Ich bin der Weg


Da zeigten Sie sich nun endlich vor mir – formlose, ungeborene Sterne in geschwätziger Nacht, sie, die das Formen mich meinten zu lehren, mir zu sagen, auf welchem Schicksal sie mich schmieden, das sie erdacht, sich mit Eisen und Gehämmer zu beschweren, als sei mein Jahr noch nicht geboren und nur ihr Wort die Stimme in göttlichen Ohren und ich? Für sie irdische Augen, die Hülle, die sie verloren. Büffel oder Tiger, Herde oder König, beständig, gemeinsam oder herrschend allein. Es gab nie ein Oder. Ich war das Und und… Read more Ich bin der Weg

Bedingungslos


Und als wieder die Zeit kam zu gehen, als meine Seele blieb ein weiteres Mal von der deinen nicht erkannt, ungesehen, da traf ich meine ureigenste Wahl:   Zu lieben ganz, wie meine Seele, Dass nicht ein Teil ihr weiter fehle, Sehend zu lieben, alles was ist, wird sein und war, Gehend zu lieben, wo du auch bist, immerda, Ohne Gründe, der Gedanken eingezogenen Wände, zu lieben bedingungslos, ewig, ohn‘ Ende.   Es segne zum Abschied Dich mein ganzes Atmen, jede Träne inniglich!   Möge liebendes Sehen dich zart umwehen,… Read more Bedingungslos

Weniger Liebe? – nicht verhandelbar


Auf den Kopf sich stellend, Auf allen Vieren kläffend, Zähne, zorn-zerbellend, Meine Schwächen äffend zerschneiden ihre Grimassen Spiegelglas in Spuren aus Schmerz und Verlassen, bauen mir Skulpturen, die mich necken, mich hassen lassen – sollen, ins Nichtwollen drücken, ziehen, bieten um jeden Preis feixend Freiheit fälschend Fesseln feil: Schwören auf die Altbekannten – Ecken und Kanten im Kreis, auf Unwohl und nie mehr heil, werden dennoch geliebt, und meiner Liebe… ewiglich zuteil. Was auch ist und sei, was auch gewesen war: Meine Liebe bleibt bleibt ewig frei bleibt unverhandelbar.

Illusion der Trennung


Illusion der Trennung Körper, Geist & Seele im All-Einen   Als wir eins waren, da küssten sich alle Ebenen, waren unsere Körper eins gleich der Energien, den belebenden. Wie kann wer glauben, dass ihr Zusammenfließen sich jemals ohne Körper, dass Seelenheime sich ohne Energien bewegen? Wie sehr ich sie liebte, Göttliches kam dem gleich! Wie kann wer glauben, dass unser Umarmen, ja, weniger war als ein Himmelreich? Kein Einswerden war je ohne Seele und jedes Mal Liebe doch, wo Köpfe eifernd noch über „ist nur Sex“ spekulieren, erlebten wir im… Read more Illusion der Trennung

Als


Als ich begann, Dir gefallen zu wollen, Als Dir und Mir, dem Wir so wenig gefiel, Als ich alles tat, das gerade noch Lächeln wäre Und Umarmen, Nur die warmen Momente, als Deine Nähe fern! an meinem Horizont fest klebte, als ich alles, was ich innern bin, freiwillig verlor, als du mich verlassen hast,   da liebte ich immer noch und fühlte es fern.   Als ich begann, Mir wieder zu gefallen, Als mir, ein Universum, sich selbst genug, gefiel, Als ich alles tat, was Lächeln ist Und Umarmen, Auch… Read more Als

Sonnenregen


Sonnenhalme Sonnenregen Ihr Weber, grünen Erbauer all dem, was ich umarmen, was ich küssen möchte, hebt sanft euer Haupt mir entgegen! Ihr Seher, lebendig Schauer dem Sehn, das ich euch im Lichtkleid zum Auge sandte, um euch mit meines Herzens Tränen zu beleben. Ihr Reger, mir Vertraute unendlich schön, könnte ich in eurem irdenen Lande und könntet ihr mit mir im Himmel schweben! Aus gelben Wolken, Sonnfließen möchte ich Liebe, ein Lächeln in jedes eurer Herzen… gießen.