Zum Inhalt springen

Kategorie: Über Sinn und Sein

Was ist Sinnhaft und Seiend? Alte philosohische Fragen, die sich an alles Lebendige stellen lassen, Natur, Gesellschaft, Kulturen, selbst der Kiesel, den ein Fluss formte und letztlich als Sandkorn zum Meer hin trägt. Es geht also auch um Liebe und dabei um mehr als Zwischenmenschlichkeiten…

Regen


Regen Gemüt befallend, dich niederschlagend prasselnd, prallend, Gedanken jagend, nass zu Boden ziehend lässt ein Stöhnen eben deinem Mund entfliehend sich Trübsal regen. Um Tropfen um Tropfen Blut ans schwere Herz zu klopfen, Sickert wie schaurig Regen schweren Mutes das Weiterleben. Werbeanzeigen

Tag 3


  Tag 3 Zug um Zug schachere ich mit meinen Selbstläufern, den alltäglichen Bauernopfern. Zur Gewinnung turmhoher Perspektiven, damenhafter Bewegungsfreiheit, rochiere ich zwischen gemächlich, königlichem Schritt und zuvor sprunghaftem Kavalleriegalopp und ginge mir nur ein allzu logisches Gedankenspiel der Emotion, einem verträumten Augenblick zuliebe verloren, so entschied der Moment einmal mehr über was und wie, obsiege gegen aller Berechnung ‚ Strategie letztlich meines Schicksals Irgendwie.

Heimatlose Kunde, gespeichertes Erbgut


Heimatlose Kunde, gespeichertes Erbgut   Welche Erkenntnis sucht schon Obdach zwischen zwei vergilbenden, schädelfreien Buchdeckeln aus allzu leicht durchweichbarer Pappe? Gäbe es etwas abzudichten, so lasset Gehirn schindeln und Wissen gar gut behüten, dass es nicht allzu kalt in ihn sickere und tropfe nach seiner Zeit, dass auch etwas von ihm, wenigstens auf USB oder einem Gigabyte noch übrig bleibt!

La Grande Bleue (zu einem Werk von Annette Linneweber)


La Grande Bleue Wie Farbentanz zuvor, Was wir uns ausgemalt, Was stieg zu Dir empor, Wie Farben schwimmen, Ins Formen-End‘ rinnen Wie Endlichkeits Pinselstrich Ins Blau… in Weite wich, Wo Pfade allhin schauen, Werden Weges Nebelgrauen Mögliches, Wo meine Augen mehr als Meer, Als die See zu sehen glauben. Dort bist Du ungreifbar Grenze, Wächter über Blick und Zeit, Schweifen Im Stand überschrittener Ewigkeit, Stranden Gedanken An ferner Wellen Front An Dir, meinem Horizont.

Gleitblick (zu einem Werk von Julia Johannsen)


Gleitblick   An gläserne Träume gelehnt weicht reale Sicht fahrend gleitendem Fensterblau, verrinnen Blicke tropfendicht vorbei am Ahnen, was sich verbirgt genau, was hinter weiten Sinnesschleiern sich in Bahnen Schicht um Schicht Zu hoffend klarem Sehen Den morgengrauen Auen bricht, Schickt Farbe fließender Regen Bogenlanges, klärendes Licht, Wo ich gerade zu Träumen gelegen, In Gedanken nur einen Schritt In tiefe, weite Welten glitt.

Ohn- Nachts- ICE


Ohn- Nachts- ICE   Durch fensterne Glaskanäle zähle ich sich selbst zeichnendes Warten, wähle Dich Licht- Tunnel entweichendes Raten der Bilder, Streben und Stähle,   Mich haltend in Gebäudemalen, an Spiegel sich  faltend,   Letzter Lebenszüge ratternder Sitzplatzzahlen, in heller Elektrik, des Tagscheins Lüge ermattender Einschlafqualen,   Mich nun leise, Stege, Gleise mir ziehend, auf dich, Reise, Wege weisend, dir fliehend   Schienenweit und –fern, wie Lichterschienen weit und fern.   Meine Füße glitten auf Schienen breit, verzerren dich, schreitend Lebenslauf   Unklar zu entglittenem, entgleistem Landschaftstreiben, zu unscharf gelittenem… Read more Ohn- Nachts- ICE