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Kategorie: zu Kunst

Hier finden sich kunstvolle, sinnliche Gedichte zu Bild-/Ton-/ und anderen Kunstwerken verschiedener KünstlerInnen, wie z.B Julia Johannsen oder Annette Linneweber

Still ruht


Still ruht von spitzen Felsenflossen drohend aufragende Stillejagd, gleitet ruhig zwischen thronend greifenden Klippenwellen, himmelsdachhoch sich schichtenden Nebelgeschossen. Mit dunstgrau verhangenen Blicken ruht einsam, lauernd still, was nur mit seinem Kammesrücken aus dem Wasser zu ragen wagt, in beschaulichem Idyll nicht gesehen werden will. Still ruht der See tief und morgenkühl still birgt sein gebirgiges Wellenspiel, sein rauer Spiegel, was landunter schlief, dem Betrachter entflohn, bald stirbt in Gedanken schon.

La Grande Bleue (zu einem Werk von Annette Linneweber)


La Grande Bleue Wie Farbentanz zuvor, Was wir uns ausgemalt, Was stieg zu Dir empor, Wie Farben schwimmen, Ins Formen-End‘ rinnen Wie Endlichkeits Pinselstrich Ins Blau… in Weite wich, Wo Pfade allhin schauen, Werden Weges Nebelgrauen Mögliches, Wo meine Augen mehr als Meer, Als die See zu sehen glauben. Dort bist Du ungreifbar Grenze, Wächter über Blick und Zeit, Schweifen Im Stand überschrittener Ewigkeit, Stranden Gedanken An ferner Wellen Front An Dir, meinem Horizont.

Gleitblick (zu einem Werk von Julia Johannsen)


Gleitblick   An gläserne Träume gelehnt weicht reale Sicht fahrend gleitendem Fensterblau, verrinnen Blicke tropfendicht vorbei am Ahnen, was sich verbirgt genau, was hinter weiten Sinnesschleiern sich in Bahnen Schicht um Schicht Zu hoffend klarem Sehen Den morgengrauen Auen bricht, Schickt Farbe fließender Regen Bogenlanges, klärendes Licht, Wo ich gerade zu Träumen gelegen, In Gedanken nur einen Schritt In tiefe, weite Welten glitt.

Lichtblau


Lichtblau   Lichtes, blaues Strahlen Umsäumt von warmweißen Umbrae Hellhoffendem Schattenriss, Der Silhouette aus gemalten Erdachten, erfrorenen Traumestundrae, Scheint so unbehelligt Kreise und Grenzen Leise Lüftend Auseinander zu leuchten, Die sich drehen und Gedanken reifend An Zweifel loser Konsequenzen- Speise Klüftend Zerbersten, weit um sich greifend Um Flügel zu schlagen, Um Freiheit, Phantasie ins Licht zu tragen, Um ihre Böden und Äcker Mit blauhellen Sonnen Zu tränken und befeuchten, Mit blaugrellen Wonnen Bald zu ernten, Was sich aus Ideen satt und Saat Frucht geworden In abstrakt Entferntem, In Blatt und… Read more Lichtblau

Nachtblau


Nachtblau   In kühlen, dunklen Schemen, Ergreife ich dein Wesen, Im Tasten und ruhigen Fühlen, Sehnen, Dich, den Tag, Der du einst gewesen.   Immer noch strömt Dein erinnerndes Licht, Wie Silberschatten, In mich, gebrochen klare Sicht.   Zwischen nächtlichem Schwarz Und bluenarem Bau Liegt kein Zweifeln, Liegt kein wachend’ Grau, Keine Zeit, kein Raum, Liegt nur ein Traum Von hoffendem Blau.