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Kategorie: Tagwerk

Hier gibts Alltägliches, Aufbereites in Lyrik, Prosa, in ordentlich Essay- und Ölgemälden angemachte Gedankensalate…

Tagwerk, Tag X plus 5


Tagwerk   Tag X plus 5   Suchte ich nur einen Moment, …in dem ich dir ein Wort mehr schenken könnte, als Füße blickendes Schweigen   Suchte ich nur ein Talent, …dem ich mehr Zuwendung schenken könnte, als still sitzendes Bleiben   Suchte ich nur ein Prozent, …von dem ich mehr zehren könnte, als von mehrheitlichen Zweifeln   Suchte ich nur wieder nach dir, mein Mut! Lasse mich von dir beseelen,   wo mir Wort, Talent und mal nur ein Prozent zum Hoffen fehlen. Advertisements

Tagwerk, Tag X plus 4


Tagwerk Tag X plus 4 Es tropft über meinem Cuba-Poster in schwarzweiß. „Viva!“ lese ich und hör dem Regen zu. Die Unordnung in meinem Zimmer gleicht der Rechtschreibreform. Überall stehen neue Dinge zwischen alten, deren Kontext meinem Genius verborgen bleibt. So sehr kann sich meine Tastatur, mein Kugelschreiber an meine Finger erinnern. „Lebe!“ Gut gewässerte, regenwolkentrübe Gedanken rinnen Dachschindeln entlang, verrinnen Tropfen um Tropfen das Haupt meiner kleiner Wohnung herab. „Lebe!“ und ich räum‘ mein Zimmer auf, nur in Gedanken. Wie liegen sie alle da vor mir, kleine Wasserkörper! Ein… Read more Tagwerk, Tag X plus 4

Tagwerk, Tag X plus 3


Tagwerk Tag X plus 1 – Zensiert. Tag X plus 2 – noch zensiert. Tag X plus 3 – Räkeln Einsame Windungen räkeln sich golden im Spiegel meiner Lampe, an Dich der Gedanke, als du neben mir lagst. Gedanken räkeln sich, winden sich um letzte Stunden, ranken herzverbunden immer nur um Dich.

Tag 4


Tag 4 Mit vertrocknetem Naseninhalt und einem Geschmack im Mund, als sei mir etwas aus dem Rachen auf die Zunge gekrabbelt und dort verwest, wache ich auf, habe noch den wirren Piratentraum vor Augen und spüre den warmen, weichen Körper meiner Freundin neben mir. Immer wieder versuche ich mich an die Einzelheiten meines Traumes zu erinnern, aber neben zwischen Inselketten verschwommenen Bildern wilder Kaper- und Fluchtfahrten, im Schlafnebel aus Gedankentreibholz zusammen gezimmerten Schnellbooten, auf denen mein bester Freund aus Kindertagen einen besonders mutigen Eindruck macht, spüre ich immer wieder meine… Read more Tag 4

Tag 3


  Tag 3 Zug um Zug schachere ich mit meinen Selbstläufern, den alltäglichen Bauernopfern. Zur Gewinnung turmhoher Perspektiven, damenhafter Bewegungsfreiheit, rochiere ich zwischen gemächlich, königlichem Schritt und zuvor sprunghaftem Kavalleriegalopp und ginge mir nur ein allzu logisches Gedankenspiel der Emotion, einem verträumten Augenblick zuliebe verloren, so entschied der Moment einmal mehr über was und wie, obsiege gegen aller Berechnung ‚ Strategie letztlich meines Schicksals Irgendwie.

Tag 1 & 2


Tagwerk ein Produkt meiner Phantasie, angestachelt durch eine Übung aus „Schriftsteller werden“ von Dorothea Brande Tag 1 Wie ich wieder von und in Demenz so träumte überkam mich der Gedanke, dass nichts festzuhalten sich einem aufdrängt, schon gar nicht, wenn es dazu taugt, jemanden sich unruhig von links nach rechts wälzen zu lassen, ihn mit Bildern, Spannungen, Emotionen und Verwirrungen zu durchfluten, egal ob es real ist oder nur erträumt wurde. Tag 2 Auch heute beginnt verspätet das, was man hätte Disziplin nennen können, wäre ich ihm nur etwas früher… Read more Tag 1 & 2