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Schlagwort: mut

Der Königin ängstliche Berater


Es war einmal eine wunderschöne Königin, deren Berater sie immer wieder vor Kriegen, Räubern und Plünderern warnten. Denn mühsam hatten sie die Geschichte ihres Landes und all die Verheerungen vergangener Zeiten studiert. Noch der Königin Vater war einst im Krieg ums Leben gekommen und die Wunden der Ahnen riefen aus den Büchern und Erinnerungen zu ihnen. Also drängten die Berater die Königin dazu, immer größere Burgen und Wälle zu bauen, sie mit immer mehr Kriegern und Wächtern auszustatten. Der Schutz der Königin war ihr oberstes Ziel. All diese Maßnahmen kosteten… Read more Der Königin ängstliche Berater

Gedachte Linien


Gedachte Linien Da betrat ich nun also jenen kleinen, engstirnigen Raum, dessen sperrige Hintertür, die wie eh und je an die Grenze meiner Vorstellungskraft gelehnt und gezimmert, geräuschvoll meine kopfseitige Architektur in Schwingung versetzend, ausgerechnet heute dermaßen bekloppt und behämmert wurde, dass mir nichts mehr anderes übrig blieb, als sie zu öffnen. „WER MACHT DA SO’N KRACH?“, raunte ich übellaunig über die gedachte Linie, die kaum einen Fuß breit die Schwelle zu jener Tür überragte und die bis dato meinen geistigen Horizont dargestellt hatte. Niemand war zu sehen, nein, nichts… Read more Gedachte Linien

Der Mut


Der Mut Nicht zu fassen schwimmt er nun wie Fetttropfen auf der nassen Haut des stillen Gedankensees, der unter seinem flachen Spiegel nüchtern in sich ruhenden Denkens die Quelle der Gefühle barg, der uns verschlungen hatte. Wie Atemperlen mich verlassend, um nach oben zu treiben, an die so ferne, beredsame, sonnenglänzende, so beschienene und durchdachte Oberfläche, war er seinem sprudelnden Ursprung entronnen. Während die Tiefe allen Fühlens mich immer weiter verschlang, trieb er weiter, fort von allem, was mir einst von Bedeutung war. Die Tiefe, vom Mut nunmehr ungeliebt, sah… Read more Der Mut

Tagwerk, Tag X plus 5


Tagwerk   Tag X plus 5   Suchte ich nur einen Moment, …in dem ich dir ein Wort mehr schenken könnte, als Füße blickendes Schweigen   Suchte ich nur ein Talent, …dem ich mehr Zuwendung schenken könnte, als still sitzendes Bleiben   Suchte ich nur ein Prozent, …von dem ich mehr zehren könnte, als von mehrheitlichen Zweifeln   Suchte ich nur wieder nach dir, mein Mut! Lasse mich von dir beseelen,   wo mir Wort, Talent und mal nur ein Prozent zum Hoffen fehlen.