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Schlagwort: Trauer

Tagwerk – Alte Zauberwiese


Tagwerk Alte Zauberwiese So verblassen meiner Kindheit Gärten, Kirschblütendecken auf taubem Moos, Unter gefälltem Dach unendlich groß, Unter euch, altgrauen Traumgefährten. Malten Regenbogenwolken, drei an der Zahl, Von Kinderhänden auf vergilbtes Papier, Sehnten meine Finger sich nur nach dir, Kritzeln dein Lächeln in jeden Sonnenstrahl Deine Züge strichmännchengleich Hautfarben, radiert, tränenbleich, suchen wachsmälernes Händehalten. Sahen ein Haus, drei Kinder, einen Hund Hinter Schornsteinrauchkringeln zukunftsbunt, Unseren Zauber auf Papier erkalten.

Einsame Feder


Einsame Feder Tintenlose Federspitze schneidet Papier in unfassbare Leere, schreibt mit jedem salz’gen Schlitze mich in Tränenverse, schweigende Schwere. In letztem Schwunge zu lesen, was sie einst schwärmend über die Seiten trug, die Brust, in der sie gewesen, aus pochendem Herz sie in Lüfte hob. Nur ihr in liebendem Wissen, schrieb sie noch in ihrem ruppigen Tod, der sie achtlos fortgerissen, wie gern sie einst mit ihr durchs Leben flog.

Fliehe Welt


Fliehe Welt, Fliehe, ziehe weit dahin In augenfolgenden Bildern, Fliehe meinem Sinnen zu schwarzen Wänden, Siehe Wimpernpinsel Tränen zeichnen, Fliehe, Salzperlenglas, Lichter enden.